DKMS-Projekt: 377 potenzielle
Lebensretter am BSZ Stendal


11. März 2022


Am Dienstag, 8. März 2022, und am Donnerstag, 10. März 2022, lief am Berufsschulzentrum ein äußerst erfolgreiches Projekt, um Stammzellenspender zu finden. Konkreter Anlass war eine Mail einer ehemaligen Auszubildenden, die sich an den Koordinator Jens Schößler wendete. Darin schilderte sie, dass der kleine, erst zweijährige, Sohn ihrer ehemaligen Schulfreundin an Blutkrebs erkrankt sei. Jetzt suchten sie dringend einen genetischen Zwilling.


Der Koordinator konnte sich an eine ähnliche Aktion von Schülerinnen und Schülern des Beruflichen Gymnasiums (BG) im Jahr 2018 erinnern, bei der sich 102 Freiwillige registrieren lassen haben. Von denen konnten kurz danach wirklich zwei genetische Zwillinge gefunden werden, die Stammzellen spenden konnten und damit Leben gerettet haben. So hat er überlegt, dass man hier ein erneutes Hilfsprojekt ins Leben rufen könnte, bei dem eine engagierte Gesundheitslehrerin und eine Klasse des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit und Soziales die Fäden in der Hand halten könnten. Diana Schramm und Jens Schößler haben überlegt, dass sie eine 12. Klasse des BG Gesundheit dafür begeistern könnten. Die Klasse BGG20e hat sich nicht lange überreden lassen müssen. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse haben sofort mit der Planung losgelegt und mit Unterstützung durch ihre Gesundheitslehrerin Diana Schramm Kontakt zur DKMS aufgenommen. Die Planungen begannen und die Schülerinnen und Schüler haben die Aufgaben aufgeteilt.


An zwei Projekttagen, am 8. und 10. März 2022, lief die Aktion. Für diese zwei Tage sind kurzfristig Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende des gesamten Berufsschulzentrums aufgerufen worden, sich für eine mögliche Stammzellenspende registrieren zu lassen. Spannend war es, wie viele ab dem 17. Lebensjahr diesem Aufruf folgen würden. Der Andrang war an beiden Tagen so groß, dass das notwendige Material für die Registrierung bei der DKMS nicht ausreichte. Die Organisatoren kamen kaum hinterher. Die Schülerinnen haben telefoniert, um noch mehr Registrierungssets zu organisieren.


Ergebnis: Es ist ihnen gelungen. 377 Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende über 17 Jahre haben sich registrieren lassen, um potenzielle Stammzellenspender zu sein. Das ist ein riesiger Erfolg und rettet womöglich das eine oder andere Leben.

 

Jens Schößler
Koordinator Berufliches Gymnasium

 
 

 

Foto © G. Draschowski